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Fedora steht für alte Reben und Weine, die ihre Herkunft unverfälscht zum Ausdruck bringen. Das Weingut von Valter Kobal und seiner Frau Mojca liegt im Dorf Dolanci oberhalb des Branicatals, dort, wo die Hügel des Vipavatals auf den Karst treffen.
Die Geschichte der Familie Kobal reicht hier weit zurück. Bereits 1880 wurden die ersten Reben oberhalb von Dolanci gepflanzt. Valters Urgroßvater, im Dialekt der Primorska Pranono genannt, bewirtschaftete damals größere Rebflächen und produzierte bis zu 30.000 Liter Vipavec, von denen der Großteil mit Fuhrwerken nach Triest und Ljubljana gebracht wurde.
Bis zum Zweiten Weltkrieg gehörte zum Hof außerdem eine traditionelle Osmica, eine saisonale Schankwirtschaft, in der der eigene Wein ausgeschenkt wurde.
In der Nachkriegszeit endete die private Weinvermarktung, und die Trauben mussten an eine Genossenschaft geliefert werden. Ab 1975 kümmerte sich Valters Vater Kazimir um den Hof, bewahrte einige der besten alten Weinberge und erweiterte den Familienbesitz.
Ein neues Kapitel begann 2014, als Valter und Mojca auf den Familienhof zurückkehrten, die Zusammenarbeit mit der Genossenschaft beendeten und wieder eigene Weine erzeugten. Damit begann die Geschichte von Fedora als eigenständigem Weingut. Bereits die erste Abfüllung, die Pinela 2016, erhielt internationale Anerkennung.
Heute bewirtschaftet Fedora rund neun Hektar und widmet sich vor allem autochthonen sowie seit Langem in der Primorska beheimateten Rebsorten: Pinela, Zelen, Rebula, Refošk, Vitovska und Laški Rizling. Ergänzt wird das Spektrum durch internationale Sorten wie Chardonnay, Merlot und Cabernet Sauvignon.
Mehr als hundert Terrassen, die nach Süden und Südosten ausgerichtet sind, liegen auf 200 bis 350 Metern Höhe. Die Böden sind reich an Opoka, die im für die Region typischen Flysch aus Mergel und Sandstein vorkommt. Hinzu kommen Ton und Kalkstein. Zusammen mit den beständigen Winden zwischen dem Vipavatal und dem Karst prägen diese Böden die Bedingungen im Weinberg. Die Reben werden biologisch und teilweise biodynamisch bewirtschaftet.
Spontangärung, längere Maischestandzeiten bei vielen Weinen und der Ausbau in unterschiedlichen Gefäßen, darunter Eichenfässer, Betoneier und Amphoren, geben den Weinen Zeit und Raum, ihren eigenen Charakter zu entwickeln.
Fedora versucht nicht, die Weine in eine bestimmte Richtung zu formen, sondern lässt Rebsorte, Jahrgang und Herkunft für sich sprechen.
So verbindet jede Flasche die alten Reben und die Landschaft des Vipavatals mit dem Winzerhandwerk von Valter und Mojca.
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